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Dezember, 2006 Archiv

OVB Geschäftsgebaren


Da ich es mir u.a. vorstellen kann, mit meinen derzeitigen Aktivitäten vereinbare Aufgaben als Interimsmanager zu übernehmen, hatte ich eine diesbezügliche Anzeige geschaltet. Eine Person - nennen wir sie A - der Firma OVB meldete sich per E-Mail bei mir und bat um einen Lebenslauf. So weit so nachvollziehbar. Danach wurde es eher irritierend und unübersichtlich. Der noch einfach zusammenfassbare Kern davon: Ich wurde zu einem Kennenlerngespräch und in einem zweiten Schritt zu einer Firmenpräsentation eingeladen, als hätte ich mich beworben. Das habe ich mir neugierig und zunächst vorurteilsarm angesehen, was sich schrittweise geändert hat:

Damit meine Erfahrungen für eine Optimierung von Geschäftsprozessen genutzt werden können, frage ich hier den Vorstand der OVB:

Sehr geehrte Herren.

  • Wie seriös findet es ein wohl Normalbürger, wenn eine Person B ein Kennenlerngespräch führt und nicht einmal  weiss, dass der Erstkontaktwunsch von OVB ausging und auf diesen ausdrücklichen Hinweis auch nicht eingeht?
  • Welchen Eindruck wird es machen, wenn ca. 50 Besucher in einen Raum von geschätzt kleiner als 30qm mit Klappstühlen ohne auch nur eine erkennbare Sicherheitsgasse zur Firmenpräsentation gepfercht werden?
  • Was ist es für ein Geschäftsgebaren, in einem Einladungsschreiben 1) schlicht mitzuteilen, dass am Folgetag zur Präsentation eine Folgeveranstaltung stattfindet, bei der die "Teilnahme unbedingt erforderlich" sei, 2) trotz zweier gedruckter Namen das Schreiben nicht unterzeichnet ist.
  • Wie wird es wahrgenommen, wenn offensichtlich ein Teil der ca. 50 Eingeladenen eine Information für die Folgeveranstaltung zum Zeitpunkz x, andere zum Zeitpunkt y und andere gar keine hatten?
  • Was für ein Menschenbild hat die OVB, wenn im Kennenlerngespräch (zum ersten), im Einladungsschreiben (zum zweiten) und bei einem Nachfasstelefonat vor der Veranstaltung (zum dritten) ausdrücklich darauf hingewiesen wird, man möge "in geschäftsmäßiger Kleidung" erscheinen?
  • Wie gut kommt es wohl bei ernsten Interessenten für eine Mitarbeit an, wenn eine auf den Abend für 2 Stunden anberaumte Veranstaltung ohne Not und erkennbaren Sinn über 20 Minuten länger dauert?
  • Wie kommt es wohl an, dass im vorgetragenen Geschäftsmodel der Begriff der - Freiwilligkeit implizierenden - Empfehlung verwendet wird, aber durch die Zeilen heraushörbar ist, dass alle Bestandskunden - sagen wir mal energisch und hartnäckig gebeten werden - pro Jahr drei Personen oder Firmen zu benennen, die die Dienstleistung der OVB auch benötigen könnten?

Ich hoffe, trotz meiner nun gefällten Entscheidung, keine wie auch immer geartete Geschäftsbeziehung mit der OVB aufbauen zu wollen, Anregungen für Nachforschungen und Verbesserungen gegeben zu haben.

Knut O.E. Pankrath

Nachricht vom 16 Dezember 2006.
Kategorie: auftragsloses Denken | Keine Komentare »

Technische Geschäftsidee vermarkten


Hallo an alle Ingenieure, Tüftler, Erfinder und geistig verwandte Menschen!

Hätte ich eine grundsätzlich vermarktbare Idee in dieser Richtung, würde ich ernsthaft überlegen, ob nicht zwei kostenlose Dinge sehr pfiffig wären. 1. Ich würde am Businessplanwettbewerb Berlin-Brandenburg unter anderem mit dem folgenden kostenlosen Seminar teilnehmen:

20.12.2006, 18:00 Uhr
Berlin
Vertiefungsseminar 4
Vom Techniker zum Unternehmer - Der Businessplan für Ingenieure
Referent: Doris Pfeffermann, Technik Marketing Coaching

2. Ich würde mir als Teilnehmer eine Dosis kostenlose PR für mein Projekt vom Businessplanblog holen.

Und wenn ich andere Menschen kenne, die mit diesen Informationen etwas anfangen können, würde ich es natürlich weiter erzählen.

Adventliche Grüße vom Lösungsbäcker Knut O.E. Pankrath

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Nachricht vom 12 Dezember 2006.
Kategorie: auftragsloses Denken | Keine Komentare »

Workshop des Labors für Entrepreneurship


oder: Das Hochamt für Entrepreneurship in der berliner Auferstehungskirche

Die Stiftung Entrepreneurship hat auch in diesem Jahr für seine zweitägige Großveranstaltung einen Ort gewählt, der eine sympatische, funktionelle Ausstrahlung mit einer besonderen auch unternehmerischen Geschichte – hier des Umweltforums - verbindet. Inhalte und Verlauf der Veranstaltung selbst waren für jeden vermutlich so unterschiedlich, dass ich vor einer mir sonst leicht fallenden Zusammenfassung zusammenzucke und lieber auf meine Lieblingsanekdote hier hinweise. Neu in der Berichterstattung über DIE Veranstaltung zum Thema Entrepreneurship (wenigstens in Berlin) war zum einen die Anwesenheit eines Fernsehteams von job24tv24, das klug genug war, die Chancen für die Sammlung interessanter Stories zu ergreifen sowie ein geradezu auffälliger Businessloggerauflauf, der sich wohl endgültig aus der Nische von Exoten der Kommunikation herausgearbeitet hat und inzwischen für die Verbreitung verschiedenster Inhalte hocheffizient ist.

P.S. Wir gratulieren hier herzlich und öffentlich dem Kuratoriumsmitglied der Stiftung Entrepreneurship Muhammad Yunus zum Friedensnobelpreis 2006! Möge sein Denken und Handeln Nachahmer finden und weiter nachhaltig wirken!

Nachricht vom 11 Dezember 2006.
Kategorie: Zutaten | 1 Komentar »

Ich will Laufschuhe! Karstadt Sport rückt sie nicht raus.


21.11.2006 Ich werde bei Karstadt Sport wirklich gut beraten, was einen für meine Ansprüche passenden Laufschuh angeht. Das Modell ist wg. Modellwechsels stark reduziert und in meiner Größe leider nicht im Laden aber per Warenwirtschaftssystem im "Außenlager". Dieses Paar wird a) umgehend dort bestellt und soll b) spätestens am 24.11.2006 in der Filiale sein und c) werde ich per E-Mail oder Telefon darüber benachrichtigt.

28.11.2006 Ich habe in der Nähe der Zielfiliale zu tun und frage ob ausgebliebener Benachrichtung nach, ob mein Schuhpaar da sei. War es nicht. Nach 5 Minuten Recherche einer Kassiererin strahlt Sie mich an, weil sie die Notiz des Kollegen gefunden hat uns mich a) nun mit Namen anreden kann und b) mir die NullInformation gibt, dass der Kollege das am 21. bestellt habe. Das wusste ich schon. "Und wann kann ich mit dem Schuh rechnen?" Hände auf den Rücken in Dienstmädchenmanier und dann die bisherige Krönung: "Da stecken wir nicht drin." und keine weitere Information. Wir schreiben heute den 5.12.2006 und ich weiss weiterhin nicht, ob ich die Schuhe jemals bekommen werde.

Liebes Management von Karstadt Sport,

bitte treffen Sie in der Aus- und Weiterbildung sorge dafür, dass diese nur belastbare Aussagen über Termine machen. Sollten diese sich nicht halten lassen, wäre eine proaktive Zwischeninformation an den Kunden das, was sich viele wünschen. Und tragen Sie Sorge für eine Logistik, die den Mitarbeiter vor Ort nicht im Stich lässt. Immerhin war vermutlich nicht mehr Raum zu überwinden als 6 U-Bahn Stationen zwischen zwei berliner Filialen.

Ich schreibe diesen Beitrag auch im Namen anderer Kunden, denen nach  meiner Recherche bei ähnlichen Fällen nach eigenem Nachfragen vor Ort schlicht und ohne den Hauch einer Entschuldigung mitgeteilt wurde, dass die für Sie reservierte Ware abverkauft wurde, weil sie sie nicht abgeholt hätten. Dass auch da die ihnen zugesagte Benachrichtigung ausgeblieben ist, sei hier ausdrücklich erwähnt.

Mit noch hoffenden Grüßen

Knut O.E. Pankrath

P.S. Dieser Artikel ist noch nicht zu Ende…

Erfreulicher Nachtrag

Nur wenige Stunden nach Veröffentlichung dieses Artikels am 5.12. und einer Nachricht an die Geschäftsleitung von Karstadt  passierten 2 Dinge nahezu parallel:

  1. Ich erhielt vom zentralen Einkauf für Schuhe (!) eine E-Mail, in der mir a) Hilfe angeboten und zugesichert wurde b) hatte die E-Mail eine Ticketnummer, so dass der Fall jetzt irgendwo im QS System des Hauses verwewigt sein dürfte und c) enthielt die Mail einen Link zur Bewertung derselben nach Schulnotensystem plus ein Feld für meine Kommentare. Sehr professionell.
  2. Die Filiale meines ursprünglichen Besuchs meldete sich per Telefon und teilte mit, dass der Schuh da sei. Klasse. Vor Ort erfuhr ich, dass die ursprüngliche Aussage mit dem Außenlager nicht stimmte. Zähldifferenz in der Warenwirtschaft oder so. Aber man habe sich richtig ins Zeug gelegt, um mir meinen Wunsch zu erfüllen. Was werde ich diese Schuhe demnächst bei langen Winterläufen einweihen! Happy Nikolaus!!

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Nachricht vom 5 Dezember 2006.
Kategorie: auftragsloses Denken | Keine Komentare »