LösungsLetter Ihre E-Mail-Adresse: Lösungsbäcker

richtig oder gar nicht bewerben


oder: Schonen Sie bitte Personalverantwortliche!

Welche positiv unterscheidenden Details genau den Unterschied zwischen einem frisch gebackenen Angestellten und einem abgelehnten Bewerber ausmachen, ist eine oftmals gar nicht so einfach zu beantwortende Frage. Was aber klar ist, dass er oder sie viele Fettnäpfchen treffen kann, durch deren Spritzer die Chancen für einen Erfolg minimiert werden. Das Umkurven gängiger Fallen ist dabei zum einen abhängig von Erfahrungen und dem allgemeinen Bildungsstand des Kandidaten. Ich vermute bislang ohne konkrete Recherche, dass jeder im Internet ohne großen Aufwand ausreichend kostenlose Checklisten und Ratgeber über Suchmaschinen finden kann, um wenigstens die 100 peinlichsten Schnitzer zu vermeiden. Dazu gehört lediglich das, was von jedem Bewerber mit Recht erwartet werden kann: Fleiss, Konsequenz und Professionalität.

Wie komme ich darauf, Bewerbern das öffentlich und unaufgefordert ins Stammbuch schreiben zu wollen? Die Lösungsbäcker haben mal wieder eine Initiativbewerbung erhalten, die in dieser Hinsicht aus meiner Sicht wirklich traurig war. Neben heutzutage leider gängig gewordenen Schreibfehlern oder selbst in einer kurzen Mail diskutierbarer Interpunktion haben mich einige Dinge besonders irritiert.

  • Wie kann ich mit dem Anspruch als ernstzunehmender Bewerber unpersönlich bis lieblos an "Sehr geehrte Damen und Herren" schreiben, wenn das jederzeit mit einem Klick erreichbare Impressum zwei personalisierte E-Mail Adressen anbietet?
  • Wie kann ich mich bei einer ausgesprochenen Internetfirma bewerben und in der Mail einen dubiosen Link verwenden, bei dessen Prüfung weit verbreitete Systeme mit unterschiedlichen Diagnosen die Nachricht als verdächtig kennzeichnen oder gleich in die digitale Quarantäne werfen?
  • Wie kann ein vermutlich über 30 Jahre alter Bewerber vergessen, warum genau und mit welchem exakten Ziel er das Unternehmen voran bringen will, von dem er vermutlich eine marktgerechte Bezahlung erhalten möchte.

An Stelle einer ausführlichen Antwort per E-Mail wird der Bewerber den Link zu diesem Artikel erhalten. Und zwei Ratschläge kostenlos obendrauf:

  1. Arbeiten Sie auf jeden Fall akribisch das nach, was man von einem Bewerber für diesen Markt erwarten kann.
  2. Schauen Sie sich - wie überhaupt alle Bewerber - einmal diese Aktion von bblogs.de an.

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One Response to “ richtig oder gar nicht bewerben”

  1. Hannes Diedrich says:

    Ich vermute mal, der Herr hat sehr breit gestreut. Gestern kamen zwei der hier beschriebenen verdächtig ähnliche Bewerbungen an E-Mail-Adressen, die zu Seiten gehören, die definitiv keinen Kaufmann oder Diplom Betriebswirt benötigen (abriss-berlin.de und beamer-verleih-berlin.de)… Bewerbungsspam nach dem Motto: “kostet nicht viel und viel hilft viel”, scheint mir.

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